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Es gibt noch eine Reihe weiterer Betreuerarten, nämlich

Vereinsbetreuer

Ein Vereinsbetreuer ist ein Berufsbetreuer, der allerdings nicht auf selbstständiger Basis arbeitet, sondern bei einem Betreuungsverein fest angestellt ist. Im Unterschied zum selbstständigen Berufsbetreuer wird der Vereinsbetreuer von seinem Verein kontrolliert, geschult und versichert.

Ein Vereinsbetreuer kommt dann zum Einsatz, wenn die Bestellung eines ehrenamtlichen oder selbstständigen Berufsbetreuers oder durch diese eine ausreichende Betreuung nicht möglich ist. Das ist oftmals bei sehr komplizierten Verhältnissen der Fall.

Behördenbetreuer

Mitarbeiter einer Betreuungsbehörde oder Trägerkörperschaft (zumeist also einer Kommune) können als Behördenbetreuer tätig werden. Diese kommen als sozusagen "letzte Instanz" zum Einsatz: wenn weder der Einsatz eines ehrenamtlichen, eines Berufs- und eines Vereinsbetreuer möglich ist. Das wäre zum Beispiel bei sehr komplizierten Fällen in Betracht zu ziehen.

oma.gif (12449 Byte) Oma Rita leidet immer noch an einer argen Demenz. Familienangehörige, die in der Nähe von ihr wohnen, hat sie nicht. Da sie durch Erbschaft ein sehr hohes Vermögen ihr eigen nennt und es deswegen zu zahlreichen Gerichtsverhandlungen kommt (eine Nichte beansprucht für sich das Erbe), wäre ein ehrenamtlicher Betreuer überfordert. Ein Berufs- oder Vereinsbetreuer kommen auch nicht in der Frage: einen Betreuungsverein gibt es auch in der Nähe des Wohnortes von Oma Rita nicht und der nächste Berufsbetreuer müßte für jeden Besuch mehr als 80 Kilometer fahren. Also wird ein Mitarbeiter der Kommune, in der Rita wohnt, zum Behördenbetreuer ernannt.

Kontrollbetreuer

Kontrollbetreuer haben eine überwachende Tätigkeit. Allerdings nicht gegenüber einem Betreuer - sie werden nur dann tätig, wenn eine Vorsorgevollmacht vorliegt. Eine solche Vollmacht ermächtigt eine Person des Vertrauens, im Falle einer Notsituation alle oder bestimmte Aufgaben für den Vollmachtgeber zu erledigen. Mit einer solchen Vollmacht kann also eine rechtliche Betreuung vermieden werden. Weitere Informationen zu dieser Vorsorgevollmacht finden Sie hier.

Kommt in einem solchen Fällen ein Gericht zu der Auffassung, daß der Vollmachtgeber krankheits- oder behinderungsbedingt nicht mehr in der Lage ist, den Bevollmächtigten zu kontrollieren, kann es einen Kontrollbetreuer bestellen, der dann die Aktionen des ursprünglich Bevollmächtigten überwacht. Damit soll insbesondere bei einem hohen Vermögen Mißbrauch verhindert werden.

Gegenbetreuer

Ein Gegenbetreuer ist nicht der Gegner des eigentlichen Betreuers. Vielmehr wird er eingesetzt, wenn es um hohe Vermögenswerte bei der Betreuung geht. Dann überwacht er die finanziellen Aktionen des Betreuers (der ihm dann auch Rechenschaft über seine Tätigkeit geben muß), arbeitet mit am Vermögensverzeichnis und gibt seine Genehmigung bei bestimmten finanziellen Transfers. Er ist damit eine Art Absicherung - für den Betreuten wie auch für den Betreuer.

Sterilisationsbetreuer

Geht es um eine medizinisch notwendige Sterilisation eines Betreutes, kann eine solche Entscheidung nicht der ursprünglich eingesetzte Betreuer treffen. Vielmehr muß für diese Frage ein eigener Betreuer bestellt werden, wobei hierbei nicht ein Vereins- oder ein Behördenbetreuer in Frage kommen.