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Voraussetzungen für eine Betreuung

Ursache dafür, daß eine Person seine Angelegenheiten nicht oder nur teilweise selbst erledigen kann, muß eine psychische Erkrankung oder eine körperliche, geistige oder seelische Behinderung zu sein. Diese Einschränkung ist wichtig, um zu verhindern, daß aus bloßer Faulheit, Unerfahrenheit oder Unwillen auch gesunde Personen für sich einen Betreuer beanspruchen könnten.

Durch das Gesetz werden als zwingende Voraussetzung für eine Betreuung vier Krankheitsbilder genannt:

  • psychische Krankheiten, wozu alle körperlich nicht begründete seelische Erkrankungen oder auch seelische Störungen als Folge von Erkrankungen gehören. Dazu gehören zum Beispiel   Depressionen, Persönlichkeitsstörungen oder auch Neurosen.
  • geistige Behinderungen
  • seelische Behinderungen, also langandauernde psychische Beeinträchtigungen als Folge von psychischen Störungen. Typisches Beispiel wäre hier die Demenz.
  • körperliche Behinderungen, wobei dieses Krankheitsbild nur dann für eine Betreuung in Frage kommt, wenn der Antrag von der betroffenen Person selbst gestellt wird und wenn die Behinderung die Möglichkeit, seine eigenen Angelegenheiten selbst zu regeln, stark beeinträchtigt. Das wäre beispielsweise bei einer Taubblindheit oder andauernder Bewegungsmöglichkeit der Fall.

In der Praxis ist die seelische Behinderung die mit Abstand größte Gruppe bei den Betreuungsverfahren, da die Zahl der an Demenz erkrankten Personen stetig steigt.

Bei suchtabhängigen Personen (also Alkoholiker oder Drogensüchtige) ist in der Regel keine Betreuung möglich. Ausnahme: die Sucht steht in einem direkten Zusammenhang mit einer Behinderung oder geistigen Erkrankung oder durch die Sucht wurde eine psychische Krankheit erst ausgelöst.