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Voraussetzungen für eine Betreuung

In der Einleitung haben wir geschrieben, daß vor Bestellung eines Betreuers ein ärztlicher Gutachter über die betroffene Person ein Attest erstellen muß. Erst mit dem Attest sind die Voraussetzungen für eine Betreuung gegeben. Allerdings kann das Betreuungsgericht in dringenden Fällen auch schon vor Erstellung des Attests eine vorläufige Betreuung anordnen. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn offensichtlich ist, daß die betroffene Person seinen Willen nicht äußern kann und notoperiert werden muß, ohne sich über die Konsequenzen klar zu sein. Da hier dann Gefahr im Verzug besteht, wird das Betreuungsgericht die vorläufige Betreuung anordnen und ernst nach Beseitigung der Gefahr das ordentliche Verfahren durchlaufen lassen.

In besonders dringenden Fällen kann statt der vorläufigen auch eine Notbetreuung angeordnet werden. So würde beispielsweise bei einem Menschen, der in ein Koma gefallen ist und deswegen am gleichen Tag noch operiert werden muß und keine Familienangehörigen vorhanden sind, die Beauftragung eines Betreuers zu lange dauern. Dann tritt das Betreuungsgericht selbst als Notbetreuer auf.