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Bestellung

Jede Bürgerin und jeder Bürger ist verpflichtet, eine Betreuung zu übernehmen, wenn sie zur persönlichen Betreuung der betroffenen Person geeignet ist und die Übernahme zugemutet werden kann. Diese Verpflichtung bedeutet jedoch keinen Zwang: mit einer Bestellung muß der jeweilige Bürger auch einverstanden sein. Ist er es nicht, drohen nicht etwa ein Zwangsgeld oder andere Strafen. In der Praxis wird sich das Gericht auch keinen (zukünftigen) Betreuer wahllos aus dem Telefonbuch per Zufallsprinzip aussuchen. Vielmehr haben die Betreuungsbehörden (das sind Ämter in den jeweiligen Stadtstaaten, größeren Städten und Landkreisen) eine Liste von ehrenamtlichen Betreuer, die diese Tätigkeit in ihrer Freizeit ausüben. Allerdings ist es nicht sachgerecht, diese Liste einfach so dem Betreuungsgericht nach dem Motto "Such Dir mal einen Betreuer aus" zu übergeben. Vielmehr sollte ein für den Einzelfall auch geeigneter Betreuer vorgeschlagen werden.

gif/oma.gif (12449 Byte) Oma Rita hat ein hohes Vermögen geerbt, allerdings klagt Nichte Marlene auf Nichtigkeit des Testaments, da Opa August, der Erblasser, nicht mehr bei vollem Bewußtsein bei der Abfassung des Testaments gewesen sei. Gleichzeitig ist das Vermögen in hochwertigen Immobilien angelegt.

Da weder Verwandte noch Bekannte von Oma Rita für die Betreuung in Frage kommen, soll eine fremde Person als ehrenamtlicher Betreuer herangezogen werden  (davon, daß sich wegen dem hohen Vermögen eigentlich ein Berufsbetreuer anbietet, sehen wir mal dem Beispiel zuliebe ab). In der Liste der zur Verfügung stehenden ehrenamtlichen Betreuer sind ein Augenoptiker, ein Arzt, ein Rechtsanwalt, ein Arbeiter und ein Lehrer. Wen von diesen Menschen wird die Betreuungsbehörde schon allein wegen seines Berufes wohl für diesen Einzelfall aussuchen?