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Die Vermögenssorge beinhaltet alle finanziellen Aktionen des Betreuten.

Somit erstrecken sich die Aufgabe des Betreuers auf die

  • Geltendmachung von Zahlungsansprüchen;
  • Prüfung von Ansprüchen, die sich gegen den Betreuten richten;
  • Schutz des Vermögens vor Zugriffen Dritter;
  • Kontoführung;
  • Zahlung bzw. Kontrolle über Zahlung von laufenden Kosten wie Miete, Strom und dergleichen;
  • ggf. Steuererklärung.

Gerade bei der Geltendmachung von Zahlungsansprüchen kann es zu Überschneidungen mit dem Aufgabenkreis Vertretung vor Behörden und Ämtern kommen. Der Aufgabenkreis Vermögenssorge ist eben nicht automatisch mit der Vertretung bei Behörden verknüpft. Somit wäre die Frage, ob ein Betreuer mit nur dem Aufgabenkreis Vermögenssorge berechtigt ist, Ansprüche zum Beispiel auf Sozialhilfe oder Wohngeld durchzusetzen. Da dies durch das Gesetz nicht eindeutig geregelt ist, sollte hier der zusätzliche Aufgabenkreis Vertretung vor Behörden beantragt werden.

In diesem Aufgabenkreis ist der Betreuer dem Gericht gegenüber rechenschaftspflichtig. Das bedeutet, daß er mindestens einmal im Jahr eine Einnahme-Ausgabe-Übersicht für das Gericht erstellen und durch geeignete Belege (Kontoauszüge) nachweisen muß. Auch kann er nicht vollkommen frei in allen Dingen entscheiden: so muß bei Einrichtung von besonderen Geldanlagen oder dem Verkauf von Grundstückseigentum die vorherige Genehmigung des Gerichtes erforderlich.

Durch den Betreuer darf nicht auf das Einkommen und/oder Vermögen des Betreuten   für eigene Zwecke des Betreuers zugegriffen werden. Auch kann er sich aus dem Vermögen selbst kein Darlehen gewähren. Daraus folgert, daß im Normalfall eine strikte Trennung zwischen den Konten des Betreuers und Betreuten stattfinden sollte - auch deswegen, weil eine gemeinsame Kontoführung die Rechenschaftslegung bei Gericht erschwert.

Der Aufgabenkreis Vermögenssorge kann durch den Punkt "Einwilligungsvorbehalt" noch erweitert und verschärft werden, auf den wir hier eingehen.